Minimum deposit bonuses Minimum deposit poker Free poker money no deposit New no deposit bonuses Real poker money

Über die Burgstätte 

Nationales Kulturdenkmal Burgstätte Zobor (im Folgenden BZ) ist die älteste und ausgedehnteste Sehenswürdigkeit in der Nähe der Stadt Nitra. Die Burgstätte wird von einem Verteidigungswall umgeben, der fast 2 km lang, stellenweise bis zu 7 Meter hoch ist, und die Kuppe der Berge Pyramída und Zobor auf dem südwestlichen Ausläufer des Massivs Tríbeč umspannt. Das Gelände der BZ hat eine Ausdehnung von ungefähr 15 ha. Aus der Luft betrachtet hat sie die geschlossene Form einer Niere.

Die Entstehung der Burgstätte wird in die späte Bronzezeit datiert (10. bis 8. Jahrhundert v. Chr.). Die älteste Besiedlung der Burgstätte ist mit dem Volk der Lausitzer Kultur verknüpft (im Folgenden nur LK), das in der jüngeren Phase der späten Bronzezeit ausgedehnte Burgstätten auf Anhöhen errichtete. Die Besiedlung überdauerte bis in die Anfänge der späten Eisenzeit (Hallstattzeit), in der Burgstätten und offene Siedlungen der LK verfallen (einer Hypothese zufolge ist die Ursache hierfür die Ankunft von Reiterhorden aus dem Gebiet der Schwarzmeersteppen und dem Nordkaukasus). Weiterhin unbeantwortet bleibt die Frage der Besiedlung der BZ in Großmährischer Zeit. Während dieser Periode konnte die ältere Befestigung als Refugium (Zufluchtsort) und Wachpunkt dienen.

Die BZ hatte eine strategische Lage, sie war die erste in der Pufferzone am unteren Flusslauf der Nitra mit einer guten und weiten Aussicht und der Möglichkeit ein großes Gebiet zu überschauen und zu kontrollieren. Sie gehörte zu einem Kettensystem von Burgstätten, die eine Signal-, Verteidigungs- und Verständigungsfunktion hatten. Dazu gehörten auch die nahen Burgstätten Žibrica, Veľký Lysec, Veľký Tríbeč, Krnča - Tábor. Die Befestigung der BZ und das schwer zugängliche Terrain machten aus ihr in Zeiten der Bedrohung einen Zufluchtsort für die Bewohner der umliegenden offenen Siedlungen an den Hängen von Zobor und im Tal des Flusses Nitra (z.B. Siedlungen im Bereich des Spezialkrankenhauses des Hl. Svorad, Šindolka oder über Nitrianske Hrnčiarovce), die ihre wirtschaftliche Basis bildeten. Außerdem hatte die BZ wahrscheinlich auch Funktionen von organisatorisch-verwaltendem, wirtschaftlichem und Kultcharakter.

 


Der Verteidigungswall selbst bestand aus einer Aufschüttung aus Steinen und Erde, die im unteren Teil durch eine Holzkonstruktion versteift war. Auf dem Kamm des Walles standen Palisaden aus Holzpfeilern. An der Innenseite des Walles sieht man fast auf der gesamten Länge eine Vertiefung, die durch den Materialabbau für seinen Bau entstanden ist.



Die drei Eingänge in die Burgstätte verschlossen Zangentore, in die zeitgenössische Straßen mündeten. Heute führen die rote Wandermarke sowie eine Verkehrsstraße zum Westtor. In das Nordtor mündet die blau markierte Wanderroute von der Wiese Lyžiarska lúka. Durch das Osttor führt der Ziehweg Richtung Nitrianske Hrnčiarovce. Die Tore waren aus Holz, wahrscheinlich doppelt, stark befestigt und mit einem Wachturm verbunden.
Das Umfeld der Burgstätte wurde aus taktischen Gründen entwaldet, wegen der besseren Aussicht und auch zur Brennstoff- und Baumaterialgewinnung. Im breiteren Umfeld befinden sich mehrere weniger sichtbare Verteidigungswälle, die den Zugang zur Burgstätte an den exponiertesten Stellen schützten.


Im Inneren der Burgstätte befanden sich wahrscheinlich hölzerne Behausungen, Wirtschafts- und Vorratsobjekte zur Lebensmittellagerung. Die bisher durchgeführten archäologischen Grabungen bestätigten keine höhere Konzentration von Siedlungsobjekten. Die Regenwasserzisterne entstand nach Abdämmung einer Senke im westlichen Teil der Burgstätte durch den Verteidigungswall. Auf der Grundlage von Parallelen zu anderen Burgstätten kann angenommen werden, dass der Gipfel von Zobor, als natürliche Landschaftsdominante, für die Bewohner der LK wahrscheinlich eine Akropolis darstellte, die der höchsten Schicht der sozial differenzierten Gesellschaft vorbehalten war.
Die archäologische Forschung und ihre Funde datieren die Burgstätte Zobor in die späte Bronzezeit. Die Mehrheit der Funde bildeten Fragmente von Keramikgefäßen und nur einen geringen Anteil bildeten Metallgegenstände (ein Bronzespeer, zwei Eisenmesser und Bruchstücke von Bronzegegenständen). Länger bekannt ist der Fund einer Bronzeaxt mit einem Axtohr. Archäologische Sondengrabungen in den Jahren 1986 - 1987 ergaben auf einer Forschungsfläche von  insgesamt 14 Ar am wahrscheinlichsten Lehmböden von zwei Behausungen und eine Feuerstelle. Die Burgstätte Zobor und ihre nahe Umgebung dienten den Menschen nicht nur in ferner Vergangenheit als Zufluchtsort, sondern auch während der Verfolgungen im 2. Weltkrieg und dem Holocaust. Die Weinbauer von Zobor errichteten hier ein bescheidenes Obdach, versorgten Flüchtlinge mit Lebensmitteln, halfen ihnen zu überleben. Mehrere gelangten über den Flugplatz Nitra über die Grenze.

Während des 2. Weltkriegs waren die Berge Zobor und Pyramída Ziel von Fallschirmjägern. Am 29. September 1944 landeten hier 14 Fallschirmjäger der Partisanengruppe Volksrächer, die kurz verweilten und den Slowakischen Nationalaufstand unterstützten. Anschließend rückten in die Gegend von Skýcov vor (siehe Gedenktafel am Telekomturm auf Pyramída). Die letzten ständigen Bewohner waren ab den siebziger Jahren die Soldaten der Tschechoslowakischen Volksarmee, später Soldaten der Tschechoslowakischen Armee und der Slowakischen Armee, die Pyramída zur Jahrtausendwende verließen.

Textmitarbeit:
Mgr. Róbert Daňo, PhD., Peter Meňhart, Mgr. Peter Bisták, Mgr. Gašpar Fronc, 
Bürgervereinigung o. z. Hradisko Zobor in Kooperation mit dem Kreisdenkmalamt in Nitra 
Literatur- und Quellenangabe:
Furmánek, V. Veliačik, L. Vladár, J.: Slovensko v dobe bronzovej. Bratislava 1991.
Fusek, G. Zemene, M. (eds.): Dejiny Nitry. Od najstarších čias po súčasnosť. Nitra 1998.
Nitra. Príspevky k najstarším dejinám mesta. Nitra 1993.
Veliačik, L. Romsauer, P.: Vývoj a vzťah osídlenia lužických a stredodunajských popolnicových polí na západnom Slovensku. I. Katalóg. Nitra 1994.
Internet und Infomaterial der Stadt Nitra, ŠOP, Verwaltung CHKO Ponitrie, Archiv des Kreisdenkmalamtes in Nitra, Archiv der Bürgervereinigung o.z. Hradisko Zobor 

Danke für die Hilfe:
Kreisdenkmalamt in Nitra, Kreisumweltbehörde Nitra, Verwaltung CHKO Ponitrie, Römischkatholische Kirche Bistum Nitra und Freunde der Burgstätte Zobor
Unterstützt von
Reklamný prúžok
Reklamný prúžok
Reklamný prúžok
Partner
Reklamný prúžok
Reklamný prúžok
Galerie